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Pressemitteilung von Mittwoch, 17. Mai 2017
Stadt Mönchengladbach

Textilmesse setzte Akzent bei Nachhaltigkeit: Fairtrade Town Mönchengladbach bei „MG zieht an“

Das Thema fairer Handel liegt im Trend: In Deutschland wächst zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen. Dies spiegelt sich auch im Textil- und Bekleidungsbereich wider und war deshalb ein Thema bei der größten Innovationsmesse der Textilwirtschaft im deutschsprachen Raum „MG zieht an“ am Donnerstag, 18. und Freitag, 19. Mai auf dem Campus der Hochschule Niederrhein.
 
Die Hochschule war dort u. a. mit ihrem Kompetenzzentrum zum Thema Ethik und Nachhaltigkeit vertreten, das Unternehmen dabei unterstützt, ökonomisch erfolgreiches Handeln gleichzeitig sozial und ökologisch verträglich zu gestalten. In direkter Nachbarschaft befand sich der Messestand der Kampagne Fairtrade Town Mönchengladbach. „Fairtrade Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Das ist ein wichtiger Aspekt speziell bei Mode und Bekleidung. Deshalb sind wir bei der Messe vertreten“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners bei seinem Messebesuch.
 
Die Stadt Mönchengladbach wurde 2016 offiziell als Fairtrade Town zertifiziert. Städte des fairen Handels sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Bildungssektor, die sich für den fairen Handel in ihrem Umfeld stark machen. „MG zieht an“ wurde in diesem Jahr zum 10. Mal gemeinsam von der Hochschule Niederrhein und der städtischen Wirtschaftsförderung veranstaltet.

 







„Ein Prozess, der nur gemeinsam Wirkung entfaltet“

Vereine und Initiativen können die Stadt im Prozess für fairen Handel unterstützen
 
 
Mönchengladbach ist seit dem 11. März 2016 Fairtrade Town und damit Teil einer internationalen Kampagne für bessere Arbeits- und Produktionsbedingungen von Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Ein Ziel dieser Kampagne ist die stärkere Vernetzung von öffentlicher Hand, Politik, Wirtschaft, Kirche und Zivilgesellschaft. Aus diesem Grund hat Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners anlässlich der fairen Woche 2016 Vertreterinnen und Vertreter von neun Mönchengladbacher Initiativen, Vereinen und Parteien ins Rathaus Abtei eingeladen, die sich auf unterschiedliche Weise für gerechteren Handel einsetzen: Durch die Verwendung von fair gehandelten Produkten innerhalb ihrer Organisation sowie durch Öffentlichkeitsarbeit und gezielte Aktionen.
 
 „Sie unterstützen die Stadt in ihren Aktivitäten des fairen Handels. Das ist wichtig, denn es handelt sich um einen gesellschaftlichen Prozess, der nur gemeinsam Wirkung entfaltet“, betonte Reiners. Da Transfair in Deutschland Kommunen und Kreise sowie Universitäten und Schulen auszeichnet, nicht jedoch Vereine oder Initiativen, hat die Steuerungsgruppe Fairtrade Town mit dem Oberbürgermeister an der Spitze eine eigene Mönchengladbacher Urkunde entworfen für folgende Einrichtungen: Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach, Elisabethcafé der Grabeskirche St. Elisabeth, Hannes Begegnungszentrum der Pfarre Herz Jesu, städtische Jugendeinrichtung PE 12, Kleingartenverein Pesch, Mehrgenerationenhaus des Paritätischen, Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ratsgruppe Die Piraten-PARTEI, Tiergarten Mönchengladbach. 

Dr. Mona Pursey, Promotorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit in NRW kam aus Aachen und betonte: „Aachen kann von solch einem zivilgesellschaftlichen Engagement viele Impulse mitnehmen“. Der OB hofft nun, dass noch viele Einrichtungen dem guten Beispiel der heute ausgezeichneten folgen: „Sie alle sind aktiv auf die Stadt zugekommen und haben ihre Mitarbeit angeboten. Sie sind echte Pioniere“, so Reiners. Wer den Prozess in Mönchengladbach unterstützen möchte, kann sich auf der Homepage www.fairtrade-mg.de informieren oder eine Mail schicken an
 info@fairtrade-mg.de.
 
Fairtrade
Bereits 1,6 Millionen Produzenten – zumeist Kleinbauern – und ihre Familien profitieren von stabilen Mindestpreisen, der Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte und der Förderung von umweltschonendem Anbau. Fairtrade Deutschland arbeitet in einem breiten Netzwerk von aktiven Unterstützern.
 
Fairtrade-Siegel
Das Siegel steht für einen festen Mindestpreis, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion deckt. Die Fairtrade-Prämie muss von den Bauern-Kooperativen dafür verwendet werden, Projekte zu finanzieren, die der Gemeinschaft zu Gute kommen. Das Siegel steht für ein Verbot von Diskriminierung, Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit. Die Einhaltung der Fairtrade-Standards wird von unabhängigen Stellen kontrolliert. 
 
 

 
 


Aktionstage für fairen kommunalen Einkauf

Gemeinsam mit Mönchengladbacher Akteuren veranstaltete das Eine Welt Netz NRW die Kampagne „Wertvoll einkaufen – Mönchengladbach kann fair“. Die Aktionstage fanden von Mittwoch, 21. bis Samstag, 24. September im Rahmen der Fairen Woche vor der Evangelischen Hauptkirche am Rheydter Markt statt. 
 
Die großformatige Fotoausstellung thematisiert die Verankerung von Sozial- und Umweltkriterien im öffentlichen Einkauf von Kommunen. „Für die Billigproduktion hiesiger Güter zahlen Arbeiter weltweit einen hohen Preis. Bewegende Bilder illustrieren dies in der Wanderausstellung“, so Katharina Edinger vom Eine Welt Netz NRW. 

 

 

Robin Eckert || Dort: GMB Akash 


Weitere Infos zum Thema: Aktionszeitung "Wertpapier"

 

 

"Fairtrade fairzaubert" (Februar 2016) 

Präsentation des fairen Gedankens im Karneval:

Gemeinsam mit vielen Akteuren und Institutionen ist es uns gelungen, im Karneval das Thema Fairtrade in den drei Städten Neuss, Düsseldorf und bei uns in Mönchengladbach zu positionieren.

In Mönchengladbach half uns dabei besonders die Hochschule Niederrhein mit ihrem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik, die in einem Projekt Kostüme zum Thema 'Fairtrade fairzaubert' entwickelte und umsetzte.


(Bild: Prof. Dr. Rudolf Voller)

Die Mönchengladbacher Firma Gardeur spendete für diese Kostüme den Jeansstoff; die fairen T-Shirts und fairen Tragetaschen wurden durch eine Spende des Eine-Welt-Ldens Mönchengladbach e.V. ermöglicht.
Der Vorsitzende des Mönchengladbacher Karnevalsverbandes Bernd Gothe sorgte dafür, dass der gemeinsam mit Neuss und Düsseldorf gestaltete Karnevalswagen auch im Mönchengladbacher Veilchendienstagszug mitfahren konnte.
Neben der Hochschule Niederrhein, dem Evangelischen Gemeindeverband Mönchengladbach, der Mönchengladbacher Volksbank, dem Hotel und Restaurant Elisenhof, der Agentur collinet Werbetechnik, HEPHATA Mönchengladbach, Transfair Deutschland e.V. unterstützte uns mit viel fairem Wurfmaterial die REWE Hürth bzw. die REWE Filiale Rheydter Straße in Mönchengladbach.

Bei all diesen Personen und Organisationen bedanken wir uns herzlich. 



(Bild: Stadtsparkasse Mönchengladbach) 

45 Teilnehmende im stömenden Regen unter dem Motto 'Fairtrade fairzaubert'!

 
(Bild rechts: Bernd Welbers)